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Satzung Ortenauer Turngau

§1 Aufbau und Aufgabe:

 Der Ortenauer Turngau, gegründet 1896, ist die Gemeinschaft der Vereine und Abteilungen, die ihm nach der landschaftlichen Struktur zugehören und sich zum Badischen Turner-Bund und zum Deutschen Turner-Bund bekennen. Er ist als Turngau Mitglied des Deutschen Turnerbundes, dessen satzungsgemäß festgelegte Grundsätze er als für sich selbst gültig und verbindlich anerkennt. Er fördert und vertritt die Ziele seiner Mitglieder auf dem Gebiet von Turnen, Spiel und Sport als umfassende Leibesübung im Sinne der Satzung des Deutschen Turner-Bundes. Dabei obliegt ihm insbesondere die

a) Aus- und Fortbildung von Übungsleitern/innen, Turnwarten/innen, Vorturnern/innen
b) Durchführung von Gauveranstaltungen
c) Bildung und Schulung von Gaumannschaften in den Fachgebieten des Deutschen Turner-Bundes
d) Förderung der allgemeinen Jugendarbeit
e) Vertretung der Interessen des Turngaues und seiner Mitglieder in der Öffentlichkeit, gegenüber den Behörden, dem Badischen Turner-Bund und
den Sportorganisationen
f) Vornahme von Ehrungen auf Gauebene.

 

§2 Sitz und Geschäftsjahr:

Der Ortenauer Turngau hat seinen Sitz in Offenburg.
Er ist in das Vereinsregister eingetragen. Sein Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§3 Gemeinnützigkeit:

Der Ortenauer Turngau verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Ortenauer Turngau ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie
eigenwirtschaftliche Zwecke. Etwaige Gewinne dürfen nur für satzungsgemäße Ziele verwendet werden.  
Mitglieder des Vorstands und Turnrats können für ihre Tätigkeit eine pauschale Aufwandsentschädigung, Sachbezüge und/oder eine angemessene Vergütung erhalten, insbesondere im Hinblick auf §3 Abs. 26 a EStG (Ehrenamtspauschale). 

 

§4 Mitgliedschaft:

Vereine und Abteilungen können auf schriftlichen Antrag aufgenommen werden, der unter Beifügung einer Vereinssatzung an den Gauvorstand zu richten ist. Die Ablehnung eines Antrages bedarf keiner Begründung.
Mit dem Beitritt zum Ortenauer Turngau ist der Verein/ die Abteilung auch Mitglied des Badischen Turnerbundes.
Eine Mitgliedschaft nur im Ortenauer Turngau oder im Badischen Turnerbund ist ausgeschlossen.
Ein Austritt muss mindestens drei Monate vor Ende des Geschäftsjahres schriftlich an die/den Gauvorsitzende/n erklärt werden und wird erst mit dem Ende des Geschäftsjahres wirksam.
Mitglieder, die den Satzungen zuwiderhandeln oder gegen die Belange des Turngaues verstoßen, können vom Gauturnrat mit sofortiger Wirkung aus dem Turngau ausgeschlossen werden. Gegen einen solchen Beschluss ist innerhalb von vier Wochen nach Bekanntgabe Berufung beim nächsten Gauturntag möglich. Die Einlegung des Rechtsmittels hat keine aufschiebende Wirkung.
Der rechtswirksame Ausschluss aus dem Turngau hat gleichzeitig den Ausschluss aus dem Badischen Turnerbund zur Folge. Der rechtswirksame Ausschluss aus dem Badischen Turnbund hat den Ausschluss aus dem Tungau zur Folge.
Die Beitragspflicht beginnt mit dem Eintritt und endet zum Schluss des Geschäftsjahres, zu dem die Mitgliedschaft beendet wird. Für den gleichen Zeitraum besteht die Verpflichtung zur termingemäßen Abgabe der jährlichen Bestandsmeldung. 
 

 §5 Turnerjugend:

Die Aufgaben der Turnerjugend des Ortenauer Turngaues sind in der Jugendordnung des Badischen Turner-Bundes verankert.
Die Turnerjugend kann dem Gauturntag eine ergänzende Gaujugendordnung vorschlagen.

 

§6 Organe:

Organe des Ortenauer Turngaues sind:
1. der Gauturntag
2. der Gauturnrat
3. der Gauvorstand

 

§7 Der Gauturntag:

Der Gauturntag ist oberstes Organ des Ortenauer Turngaues. Er ist die Mitgliederversammlung im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches. Ihm gehören stimmberechtigt an:
a) die Mitglieder des Gauturnrates
b) die Abgeordneten der Vereine
c) 20 Delegierte der Turnerjugend

Der Gauturntag tritt jährlich einmal zusammen. Ein außerordentlicher Gauturntag findet statt auf schriftlichen Antrag
a) des Gauturnrates oder
b) mindestens eines Drittels der Mitglieder.

Der Gauturntag ist vom Gauvorstand mit Bekanntgabe des Tagungsordnungs-vorschlages schriftlich einzuberufen. Zwischen der Absendung der Einladung und dem Versammlungstag muss mindestens eine Frist von vier Wochen liegen. Die Tagung ist öffentlich, sofern der Gauturntag nichts anderes beschließt. Vorbehaltlich einer eigenen Geschäftsordnung ist die Geschäftsordnung für den Deutschen Turntag sinngemäß anzuwenden. Über den Verlauf der Tagung ist eine Niederschrift anzufertigen, die von der/dem Gauvorsitzenden und von einem weiteren Mitglied des Gauvorstandes zu unterzeichnen ist.

Die Mitglieder entsenden je zwei Abgeordnete und außerdem auf Grund der dem Turntag vorausgegangenen Bestandsmeldung auf je 200 Vereinsmitglieder über 18 Jahren einen weiteren Vertreter. Bruchteile über 25 gelten für voll. Jede/r mit einer Vollmacht ausgestattete Abgeordnete hat eine Stimme.

Stimmberechtigt sind nur die anwesenden Abgeordneten. Das Stimmrecht ist außerhalb des eigenen Vereins nicht übertragbar. Jeder ordnungsgemäß einberufene Gauturntag ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlussfähig.

Die Beschlüsse des Gauturntages bedürfen der einfachen Mehrheit, soweit nicht die Satzung Abweichendes bestimmt. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.


Dem Gauturntag obliegt es:
a) die Richtlinien für die Arbeit im Ortenauer Turngau festzulegen,
b) die Berichte der/des Gauvorsitzenden, der Gaufachwarte/innen, der/des Gaukassenwartes/in und der Kassenprüfer/innen entgegenzunehmen,
c) den Gauturnrat zu entlasten, wobei über den Kassenbericht gesondert abgestimmt wird,
d) die Mitglieder des Gauvorstandes, die zusätzlichen Mitarbeiter/innen und Beisitzer/innen im Gauturnrat, die Kassenprüfer/innen zu wählen,
e) die Wahl der Gaufachwarte/innen zu bestätigen,
f) die Mitgliedsbeiträge festzusetzen,
g) über Satzungsänderungen zu beschließen,
h) auf Vorschlag des Gauvorstandes
- Turnfeste und Gauveranstaltungen zu vergeben,
- die Delegierten des Gaues zu Turntagen zu wählen, (in Eilfällen ist der Gauvorstand zur Benennung der Delegierten berechtigt. Der nächste Gauturntag ist darüber zu informieren.)
- Ehrenmitglieder zu ernennen und für sonstige Ehrungen die Richtlinien festzulegen.
- Ordnungen zu beschließen, soweit sie nicht in der Satzung ausdrücklich erwähnt sind.

Wahlen durch den Gauturntag finden rollierend in der Weise statt, dass in einem Jahr die Mitglieder des Gauvorstandes, im folgenden Jahr alle übrigen Personen gewählt bzw. bestätigt werden. Alle Wahlen und Bestätigungen erfolgen für zwei Jahre.
Die jeweiligen Ämter werden bis zur Neu- bzw. Wiederwahl geführt. 

 

§8 Gauturnrat:

 Den Gauturnrat bilden:
a) der Gauvorstand
b) die Gaufachwarte/innen, die Gauschülerturnwarte/innen und Gaujugendturnwarte/innen
c) die vom Gauturntag nach Bedarf gewählten zusätzlichen Mitarbeiter/innen und Beisitzer/innen
d) die Ehrenmitglieder.

Der Gauturnrat tritt nach Bedarf auf Einladung des/r Gauvorsitzenden zusammen. Er beschließt über Angelegenheiten des Gaues, soweit diese nicht zur Zuständigkeit des Gauturntages oder Gauvorstandes gehören. Er ergänzt Gauvorstand, Gauturnrat und Kassenprüfer bei vorzeitigem Ausscheiden eines Mitgliedes mit Wirkung bis zum nächsten Gauturntag.
Der Gauturnrat beschließt mit einfacher Mehrheit.
Zu den Sitzungen des Gauturnrates können im Einzelfall auch Personen mit beratender Stimme zugezogen werden, die dem Gauturnrat nicht angehören. Der Gauturnrat kann für besondere Aufgaben besondere Ausschüsse bilden und ihre Aufgaben und Zuständigkeiten im Einzelnen festlegen.

 

§ 9 Gauvorstand:

Den Gauvorstand bilden:
a) der/die erste Vorsitzende
b) der/die stellvertretende Vorsitzende
c) der/die stellvertretende Vorsitzende
d) der/die Gauschriftwart/in
e) der/die Gaukassenwart/in
f) der/die Gaupressewart/in (als Referent/in für Öffentlichkeitsarbeit)
g) ein bis drei Gauoberturnwarte/innen
h) der/die Gaujugendleiter/in
i) weitere Vorstandsmitglieder nach Bedarf.

Die von a) bis g )und unter i) genannten Mitglieder des Gauvorstandes werden vom Gauturntag gewählt. Die Gaufachwarte haben ein Vorschlagsrecht für die Gauoberturnwarte.

Der bzw. die Gaujugendleiter/in werden nach der Jugendordnung gewählt und bedürfen der Bestätigung durch den Gauturntag.
Wenn eine Wahl nach der Jugendordnung nicht zustande kommt, wählt der Gauturnrat.  

Der Gauvorstand erledigt die laufenden Geschäfte, bereitet die Sitzungen des Gauturntages und Gauturnrates vor und führt deren Beschlüsse durch.

Der Gauvorstand kann eine Gaugeschäftsstelle einrichten.

Die drei Gauvorsitzenden vertreten den Ortenauer Turngau gerichtlich und außergerichtlich im Sinne des § 26 BGB.

Der/die erste Gauvorsitzende vertritt alleine, die beiden stellvertretenden Gauvorsitzenden gemeinsam.

Der Gauvorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die insbesondere die Anweisungsvollmachten und die fachlichen Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder (z. B. Zuordnung der Gaufachwarte/innen) regelt.

 

§ 10 Die Gaufachwarte:

Jede Aufgabe im Rahmen der Angebotes des Deutschen Turner-Bundes wird, soweit im Ortenauer Turngau erforderlich, durch einen/eine Gaufachwart/in betreut.
Der Gauvorstand legt in seiner Geschäftsordnung Zahl und Funktion der Gaufachwarte fest. 
Die Gaufachwarte/innen werden durch die entsprechende/n Fachwarte/in der Vereine spätestens zwei Wochen vor dem für die Bestätigung zuständigen Gauturntag gewählt, die/der Gauschülerturnwart/in und Gaujugendturnwart/in nach der Jugendordnung.
Kommt keine Wahl zustande, legt der Gauvorstand dem Gauturntag einen Vorschlag zur Wahl vor.

  

§ 11 Kassenführung und Kassenprüfung:

Der/die Gaukassenwart/in erledigt die kassentechnischen Angelegenheiten und hat am Ende eines jeden Geschäftsjahres dem Gauvorstand eine Einnahme- und Ausgabenaufstellung sowie den Kassenabschluss mit einer Darlegung des Vermögens und der Verbindlichkeiten für das abgelaufene Geschäftsjahr vorzulegen.

Er/Sie hat für das folgende Geschäftsjahr gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern des Gauvorstandes einen Haushaltsplan aufzustellen. Die Kasse ist jährlich einmal durch zwei Kassenprüfer/innen zu überprüfen. Der Kassenbericht ist dem Gauturntag schriftlich vorzulegen. Der Gauturnrat kann jederzeit eine außerordentliche Kassenprüfung ansetzen.

 

§ 12 Haftung:

Der Ortenauer Turngau haftet für Unfälle und Schäden nur im Rahmen der allgemeinen Sportversicherung. Darüber hinausgehende Ansprüche sind ausgeschlossen.

 

§13 Satzungsänderung:

Ein Antrag auf Satzungsänderung ist den Mitgliedern mindestens zehn Tage (Datum des Poststempels) vor dem Gauturntag schriftlich durch den Antragsteller im Wortlaut mitzuteilen. Er bedarf zur Annahme zwei Drittel der anwesenden Stimmen. Dies gilt auch für die Änderung des Vereinszweckes.  

 

§14 Auflösung:

Die Auflösung des Ortenauer Turngaues kann nur von einem zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Gauturntag mit einer Dreiviertelmehrheit der anwesenden Stimmen beschlossen werden.
Der Gauturntag wählt den oder die Liquidatoren.
Das nach der Liquidation verbleibende Vermögen ist gemeinnützigen, turnerischen Zwecken zuzuführen.
Über die Verwendung entscheidet der auflösende Gauturntag. Der Beschluss ist nur gültig, wenn das zuständige Finanzamt zustimmt.  

 

§15 Inkrafttreten der Satzung

Die vorliegende Fassung dieser Satzung tritt am 18.3.2000 in Kraft.
Geändert am 18. 03.2006 durch den Gauturntag.
Geändert am 20.03.2010 durch den Gauturntag.

  

 

Geschäftsordnung
des Ortenauer Turngaues

1. Fachliche Zuständigkeit der Vorstandsmitglieder

1.1. Eine/r der Stellvertreter/innen der/des Gauvorsitzenden ist zugleich Vorsitzende/r der Gaugeschäftsstelle und verantwortlich für Finanz- und Haushaltsfragen.

1.2. Zahl und Funktion der Gaufachwarte, sowie ihre Zuordnung zu den Gauoberturnwarten wird wie folgt festgelegt.

1.2.0. Dem/der Gauoberturnwart/in für Breitenarbeit zugeordnet:
Frauenturnwart/in
Beauftragte/r für Gymnastik
Fachwart/in für Männerturnen
Fachwart/in für Ältere Turner
Fachwart/in für Ältere Turnerinnen
Fachwart/in für Seniorengymnastik
Fachwart/in für Kultur und Wandern
Fachwart/in für Leichtathletik
Fachwart/in für Schwimmen
Fachwart/in für Ski
Beauftragte/r für EDV
Beauftragte/r für Gerätturnen
Fachwart/in für Spielmannswesen
Fachwart/in für Mehrkämpfe
Fachwart/in für Fechten/Friesenkampf
Fachwart/in für Spiele
Schülerturnwart
Schülerturnwartin
Jugendbeauftragte/r für Gymnastik und Tanz
Jugendfachwart/in für Gruppenarbeit
Jugendfachwart/in für Ski
Jugendfachwart/in für Leichtathletik
Jugendfachwart/in für Fahrten und Lager

1.2.1. Dem/der Gauoberturnwart/in für Leistung und Turnspiele zugeordnet:
Kunstturnwart/in für Turner
Kunstturnwart/in für Turnerinnen
Kampfrichterwart/in für Turner
Kampfrichterwart/in für Turnerinnen
Fachwart/in für Rhythmische Sportgymnastik
Fachwart/in für Orientierungslauf
Fachwart/in für Faustball
Fachwart/in für Prellball
Jugendturnwart
Jugendturnwartin
Fachwart/in für Trampolinturnen
Jugendfachwart/in für Turnspiele
Jugendfachwart/in für Orientierungslauf
Jugendfachwart/in für Trampolin
Jugendfachwart/in für RSG

1.3. Die Ausbildung der Übungsleiter auf Gauebene wird von den Gauoberturnwarten gemeinsam verantwortlich organisiert. Federführend nach außen ist die Gaugeschäftsstelle. 

 

2. Beschlussfassung des Gauvorstandes
Beschlüsse des Gauvorstandes werden in der Regel in Vorstandssitzungen gefasst.
In geeigneten Fällen kann der Gauvorstand auch schriftlich oder durch Umfrage beschließen. Ein Beschluss gilt als gefasst, wenn die Mehrheit der satzungsgemäßen Mitglieder zustimmt.

 

3. Anweisungsvollmachten
1. Gauvorsitzende/r und Kassenwart/in bis 300,00 DM im Einzelfall.

Der/Die Stellvertreter/in als Verantwortliche/r für Finanz- und Haushaltsfragen bis 600,00 DM im Einzelfall.
Über Beträge von mehr als 600,00 DM im Einzelfall wird durch Vorstandsbeschluss verfügt.
Über Inventargegenstände im Wert von mehr als 200,00 DM beschließt der Vorstand.

 

4. Reisekosten
Im Ortenauer Turngau gilt die Reisekostenordnung des Badischen Turner-Bundes.

 

5. Arbeitstagung
Alljährlich findet eine Arbeitstagung mit den Gauvereinen statt und zwar in der Regel im letzten Viertel des Jahres.

 

Änderungen beschlossen in der Turnratssitzung am 15.02.2000

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