Ortenauer Turngau am Kaiserstuhl unterwegs
Am 28. März trafen sich 16 Wanderfreunde in der Nähe von Ihringen am Kaiserstuhl zur zweiten Frühjahrswanderung des Ortenauer Turngaus. Vom Parkplatz beim Gasthaus Liliental führte die Wanderführerin Erika Schindler aus Oberkirch die Gruppe auf schmalen Wegen aufwärts durch alten Baumbestand zu einem Wiesengelände, wo im Frühjahr normalerweise viele Küchenschellen in voller Blüte stehen und einen wunderbaren Anblick bieten. Aber wohl aufgrund der derzeitigen niedrigen Temperaturen bekam man nur wenige blühende Küchenschellen zu sehen, an denen man sich aber umso mehr erfreuen konnte.
Durch die „romantische Hohlgasse“ ging es weiter bergauf zum ersten Rast- und Aussichtsplatz, den Vogelsangpass. Hier konnte man in nächster Nähe eine Abbaustelle für „Phonolit“, das gegen Rheumaleiden eingesetzt wird, entdecken. Nach einer kurzen Trinkpause stand der anstrengendste Abschnitt der Wanderung bevor, der streckenweise steile Aufstieg zum Neunlindenturm. Pünktlich zur Mittagsrast um 12.00 Uhr hatte man den höchsten Punkt der Wanderung erreicht und konnte eine einigermaßen gute Aussicht vom Turm zum Schwarzwald und zu den Vogesen genießen, wo auf den höheren Bergen alles weiß war.
Der anschließende Wanderweg führte in stetem Auf und Ab durch lichten Laubwald zum Rasthaus Lenzenberg, der schönst-gelegenen Gaststätte am Kaiserstuhl. Auf diesem Weg konnte man Frühlingsblüher in unterschiedlichen Farben am Wegrand entdecken und einen von Bärlauch überwucherten Waldboden. Im Gasthaus Lenzenberg gönnte man sich zum Aufwärmen heißen Kaffee und feinen Kuchen. Danach mussten Regenschirme und Regenumhänge ausgepackt werden für den Rückweg in Richtung Liliental. Leichter Regen und zwischendurch auch Schneeflocken begleiteten die Wanderer auf breitem Fahrweg durch einen Bärlauchwald und später vorbei an blühenden Kirschbaumanlagen. Außerdem konnte man mehrere vor vielen Jahren von Forst BW angelegte, beeindruckende Flächen mit jeweils unterschiedlichen Baumarten bewundern, von der Birke über die Kiefer zur Pinie und zum Mammutbaum. Nach gut 6 Stunden und einer Wegstrecke von ca. 14 km Länge mit ca. 380 Hm war der Ausgangspunkt dieser schönen Wanderung wieder erreicht. Eine kurze Fahrt führte dann ins nahe Breisach zu „Kläsles Restaurant“, direkt am Rhein gelegen, wo man zum Abschluss ein wunderbares Essen genießen konnte. Text: Ingeborg und Karl Kühne
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