Traumhaft schöne Wandertage im Wallis
Vom 3. bis 6. Juli waren 32 Wanderfreunde aus der ganzen Ortenau mit der Wandergruppe des Ortenauer Turngaus in der Jugendherberge in Saas-Fee zu Gast, um die herrliche Bergwelt im Saastal zu erkunden. Die Fahrt von Offenburg am frühen Freitagmorgen führte über Basel, dann vorbei an Genf zu einem schönen Rastplatz oberhalb von Montreux, wo man eine fantastische Aussicht über den Genfer See genießen konnte. Nach einer ausgiebigen Frühstückspause ging es weiter durch das Rhonetal bis nach Visp und von dort auf einer abenteuerlichen Bergstraße hinauf nach Visperterminen, einem kleinen Bergdorf auf 1 340 m Höhe gelegen. Von hier fuhr die Wandergruppe mit einem Sessellift auf knapp 2 000 m Höhe zur Bergstation Giw, wo die Einlauf-Tour begann. Sie führte zum Gibidumsee und weiter zum Gipfel des Gibidum (2 317 m), wo man eine grandiose Rundumsicht auf die Walliser Bergwelt und sogar bis zum Aletsch-Gletscher hatte. Der Sessellift brachte die Wanderer wieder hinunter nach Visperterminen und anschließend fuhr man mit dem Bus weiter durch das Saastal nach Saas-Fee zur Jugendherberge.
Am Samstag, den 4. Juli, stand eine lange Wanderung auf dem Programm. Mit dem Post Bus fuhr die Gruppe hinunter nach Saas-Grund und von dort mit der Seilbahn hinauf zur Bergstation Kreuzboden (2 400 m). Hier beginnt der Blumenweg / Panoramaweg zur Almageller Alp. Auf diesem Weg mit nur geringer Steigung konnte man viele verschiedene Alpenblumen entdecken, sogar das seltene Edelweiß. Nach vier Stunden war die Almageller Alp erreicht und eine Pause wurde eingelegt. Danach ging es weiter abwärts bis zu einer Weggabelung, wo ein Teil der Gruppe auf dem Wanderweg weiterging, direkt hinunter nach Saas-Almagell. Der größere Teil entschied sich für den „Erlebnisweg“, der noch einmal volle Konzentration erforderte. Denn wie auf einem Klettersteig mussten schmale Passagen an steilen Abhängen überwunden werden und zwei Hängebrücken mit jeweils 80 bis 100 m Länge waren zu meistern. Aber ohne größere Probleme bewältigten alle Wanderer diese Schwierigkeiten dank hervorragender Absicherungen entlang des Weges. Als Höhepunkt wartete am Ende des „Erlebnisweges“ noch ein fast senkrechter Abstieg über Leitern und in Felsen gehauene, eiserne Trittstufen. Am Ende waren sich alle einig: Das war großartig! Nach der Talfahrt mit der nahen Seilbahn hinunter nach Saas-Almagell hatten aber noch nicht alle Wanderer genug. Während viele mit dem Bus zurück nach Saas-Fee fuhren, wanderten einige noch in knapp einer Stunde hinauf bis zur Jugendherberge. Nach dem Abendessen war bald Ruhe eingekehrt nach diesem anstrengenden Tag.
Der dritte Wandertag versprach weniger Anstrengungen. Von der Jugendherberge ging es in wenigen Minuten zur Seilbahnstation und hinauf zur Hannig-Bergstation (2 336 m). Dort begann die Wanderung in Richtung Spielboden. Auf überwiegend schmalen Pfaden mit wenigen kurzen Anstiegen wurden die 350 Hm hinab zum Gletschersee (2 000 m) in gut zwei Stunden bewältigt. Hier wählten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer den bequemen Wanderweg weiter abwärts zur Talstation der Seilbahn, die alle dann nach oben zur Bergstation brachte. Eine Gruppe von 17 Personen aber entschied sich nach einer ausgiebigen Mittagspause den steilen Anstieg vom Gletschersee hinauf zur Bergstation Spielboden (2 448 m) in Angriff zu nehmen. Nach knapp zwei Stunden hatten alle das Ziel erreicht und konnten sich auf der sonnigen Terrasse ein kühles Getränk oder Kaffee und Kuchen schmecken lassen. Mit der Saastal-Card war es dann möglich, weiter nach oben zur Bergstation Felskinn (2 800 m) zu fahren. Dort konnte man einige Eiskletterer in Gletscherspalten in Aktion sehen und sich ein Bild machen vom erschreckend großen Rückgang des Allalin-Gletschers. Nach der Rückkehr in die Jugendherberge nutzten viele die Gelegenheit zum kostenlosen Besuch des Hallenbades direkt neben der Juhe.
Am Abreisetag brachte ein Post Bus die Gruppe hinauf zum Mattmark-Stausee. Nach dem Besuch des Info-Zentrums mit kurzem Film wanderte man über die Staumauer auf die andere Seite des Stausees. Dabei sah man mit großem Entsetzen, dass dem Stausee riesige Mengen Wasser fehlen. Die Abschlusswanderung führte dann auf abwechslungsreichem Weg in zweieinhalb Stunden hinunter bis kurz vor Saas-Almagell. Dort wartete der Bus der Firma Schnurr schon auf die Wanderfreunde. Und nach einer ausgiebigen Mittagspause trat man die Heimfahrt an.
Herrliches Sommerwetter mit angenehmen Temperaturen hatte über die vier Tage für gute Laune und Wohlbefinden gesorgt. Die Organisatoren und Wanderführer Karl und Ingeborg Kühne aus Niederschopfheim versprachen für 2027 weitere Wandertage in der Schweiz, dann Ende Juni in Pontresina.
Text: Ingeborg und Karl Kühne
Bild zur Meldung: Foto privat
Veranstaltungen
Nächste Veranstaltungen:
Kari-Lizenz P-Stufe Gerätturnen männlich
26.09.2026 - Uhr bis Uhr
Rope Skipping C-Kampfrichterschulung
26.09.2026 - Uhr bis Uhr
Kampfrichter Trainer Lehrgang P-Stufen
27.09.2026






